Wie können wir rechtlich geforderte Investitionen einsparen und die Produktionskosten senken?

„Die Unternehmenssituation ist ohnehin schon angespannt – nun fordern neue Auflagen Umweltschutzmaßnahmen von rund 500 T Euro. Sie betreffen den Galvanisierungsprozess für die Produktgruppe Aufschnittmesser. Diese Produkte erwirtschaften nur noch einen Umsatz von 2 Mio. Euro, die Oberflächenbearbeitung ist aber ein entscheidender Fertigungsschritt. Was können wir tun?“

Das war die Ausgangsbasis des Geschäftsführers. Und die Situation war heikel: Die Analyse der Kostenstrukturen und Planzahlen zeigte, dass der Arbeitsgang das Produkt in Zukunft deutlich verteuert hätte; die Abteilung war nicht einmal für eine Schicht ausgelastet. Die ermittelten Kostensteigerungen von jährlich 8 % wären am Markt keineswegs haltbar. So besprach ich die technischen Anforderungen zur Galvanik des Produkts mit den Technikern sowie mehreren potenziellen externen Anbietern und holte Angebote von Galvanikern ein, die auch für den Wettbewerb arbeiteten – bis dahin ein Tabu für das Unternehmen.

Dank neuer Liefervereinbarungen mit zwei Galvanikern konnten die zu erwartenden jährlichen Kostensteigerungen von 8 % auf 3 % reduziert werden. Die Investitionskosten von 500 T Euro entfielen komplett, weil die Investition vermieden werden konnte. Im Vergleich zu den Ist- und Plankosten mit Galvanik waren die Herstellkosten nun 20 % niedriger. Ein positiver Nebeneffekt: Dieser Weg vereinfachte die Arbeitsgänge in der Fertigung grundsätzlich, und das Kerngeschäft konnte gestrafft werden.