Wie können wir mit unserem Produkt marktgerechte Qualität und Kosten erreichen?

Die Kunden eines Herstellers von Landmaschinenteilen forderten neue Produktvarianten: Ein spezieller Klingentyp für die Getreideernte sollte mit einer gröberen Verzahnung versehen werden. Das betraf einen wichtigen Teil des Produktionsprozesses, genauer gesagt einen von sieben einzelnen Arbeitsgängen. Dieser war hierfür bislang nicht ausgelegt und verursachte ohnehin bereits zahlreiche Störungen und hohe Reparaturkosten. Mit einer Neugestaltung des Produktionsprozesses sollten bei diesem Produkt die Herstellkosten um 20 % gesenkt und die Umsätze um 15 % gesteigert werden.

Dafür waren drei wesentliche Schritte notwendig: Erstens eine klare Analyse der Anforderungen, Kostenstrukturen, Marktentwicklung, Chancen und Risiken, die neben den offensichtlichen Problemen wie Kundenunzufriedenheit und hohen Reparaturkosten verdeutlichte, wie notwendig die Investition war. Die technischen Vorteile der neuen Klinge waren immens und würden die alte langfristig am Markt ablösen. Die alte Technik konnte die zukünftigen Produktionsmengen nicht annähernd bewältigen. Und eine direkte Kostenzuordnung zum Produkt zeigte erstmals die hohen Werkzeugkosten für diesen Bereich. Zweitens wurde eine konkrete Amortisationsrechnung für die Investition in die neue Presse erstellt und den Gesellschaftern und Kapitalgebern präsentiert. Drittens entwickelte und überwachte ich den Projektplan, da neben der Presse verschiedene Werkzeuge und Vorrichtungen zeitgleich fertiggestellt und getestet werden mussten.

Mit diesen Schritten waren die anvisierten Qualitätsstandards erreicht, die Herstellkosten nach einer Anlaufphase von einem halben Jahr um 18 % gesenkt, und die Umsätze des Produktes stiegen bereits innerhalb eines Jahres um 25 %. Die gesamte Durchlaufzeit verkürzte sich von 4 auf 3 Wochen – und 95 % der versprochenen Termine wurden eingehalten.