Gemeinkosten

Die Gemeinkosten sind Kosten, die den Kostenträgern (Produkte, Dienstleistungen) nicht unmittelbar zugerechnet werden können. Sie fallen für verschiedene Erzeugnisse gemeinsam an. Sie werden auch als indirekte Kosten oder Kostenträgergemeinkosten bezeichnet. Folgendes Beispiel verdeutlich dies: mietet ein produzierendes Unternehmen, welches Messer herstellt, eine Halle, so können die Mietkosten für die Halle nicht direkt auf ein einzelnes produziertes Messer verrechnet werden. Diese Zurechnung geht nur über Schlüssel, sogenannte Gemeinkostensätze. Diese werden in der Kostenstellenrechnung ermittelt.

Es werden echte und unechte Gemeinkosten unterschieden. Die echten können nicht auf die Kostenträger zugerechnet werden. Die unechten Gemeinkosten sind eigentlich Einzelkosten. Sie könnten auf den Kostenträger direkt verrechnet werden. Doch ist diese Verrechnung oft sehr aufwändig, z.B. bei vielen Kleinteilen, die in Produkte eingehen. Deshalb werden diese häufig wie Gemeinkosten behandelt und über Schlüssel auf die Produkte verrechnet.

Gemeinkosten können variable und fixe Bestandteile haben.

Werden die Gemeinkosten nicht kontrolliert, so wachsen Sie oft ständig. Mit Hilfe der Prozesskostenrechnung können die Gemeinkosten transparent auf die eigentlichen Kostenverursacher bezogen werden.

Im Gegensatz zu den Gemeinkosten sind die Einzelkosten direkt auf den Kostenträger verrechenbar, zum Beispiel die Materialkosten, die für ein Produkt verwendet werden.