Deckungsbeitragsrechnung

Was versteht man unter einer Deckungsbeitragsrechnung?

Die Deckungsbeitragsrechnung gehört zu den Systemen der Teilkostenrechnung. Sie ist die Alternative zur Vollkostenrechnung und heute als Kostenrechnung in vielen Unternehmungen Standard. Bei diesen Systemen wird nur ein Teil der Kosten auf die Leistungseinheiten verrechnet. Die fixen Gemeinkosten werden als Block verrechnet.

Der Deckungsbeitrag ist definiert als Erlös abzüglich variabler Kosten.

Die Berechnung wird an folgendem Beispiel für eine einstufige Berechnung verdeutlicht:

Ein Unternehmen produziert zum Beispiel das Erzeugnis (= Kostenträger)„A“. Für dieses Erzeugnis erzielt es einen Verkaufspreis von 10 € pro Stück. Die direkt zurechenbaren Stückkosten (z. B. Material- und direkt zurechenbare Lohnkosten) betragen 4 €. Dann erzielt das Produkt einen Stückkostendeckungsbeitrag in Höhe von 6 €. Nehmen wir an, dass in der Verrechnungsperiode 1.200 € fixe Kosten für das Unternehmen angefallen. Diese werden als Block betrachtet. Werden      z. B. 300 Stück produziert, so wird ein Deckungsbeitrag in Höhe von 300 Stück * 6 €/Stück = 1.800 € erzielt. Von diesem Deckungsbeitrag werden die fixen Kosten in Höhe von 1.200 € abgezogen, sodass ein Gewinn von 600 € übrig bleibt.

Die Deckungsbeitragsrechnung kann auch mehrstufig und in verschiedenen Ausführungen erfolgen.

Das zentrale Problem der Deckungsbeitragsrechnung ist die Aufteilung der Kosten in fixe und variable Bestandteile.

Welche Vorteile hat die Deckungsbeitragsrechnung?

Die Deckungsbeitragsrechnung liefert fundierte Informationen für folgende wirtschaftliche Fragestellungen:

  • Die Zusammensetzung über das Absatz- und Produktionsprogramm
  • Die Planung und Kontrolle des wirtschaftlichen Erfolges
  • Entscheidungen darüber, ob Leistungen hinzugekauft oder selbst erstellt werden