So kommen Sie gestärkt aus der Krise

So kommen Sie gestärkt aus der kriseJede Krise ist eine Gratwanderung. Kosten anpassen und Liquidität sichern, heißt für viele Unternehmer derzeit das Credo. Doch der Sparkurs führt selten zu einer Stärkung des Unternehmens. Es droht die Gefahr von Wettbewerbern nachhaltig überholt zu werden. Selbst wenn die Krise vorbei ist, besteht die Gefahr, dass sich die Lage nicht wie erhofft verbessert.  Der Wettbewerbsdruck wird wahrscheinlich nach der Krise noch härter und es müssen weiterhin deutlichere Zugeständnisse an die Kunden gemacht werden. Die Folge: Es werden noch mehr Kosten gespart. Die Wettbewerbsposition verschlechtert sich weiter. Ein Teufelskreis beginnt.

Wie Sie diese Krise geschickt zur Verbesserung ihrer Unternehmensstrukturen im Unternehmen anpassen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mit den folgenden zwei Schritten sichern Sie ihre Wettbewerbsposition auch nachhaltig nach der Krise ab.

  • Verlustbringer identifizieren

Das klingt selbstverständlich, ist es aber in vielen Unternehmen nicht, da es für die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens keine aussagefähige Kosten- und Erlösrechnung gibt. Es wird dann jeder Umsatz mitgenommen, ohne zu wissen, ob das wirtschaftlich ist oder nicht.

Auch unterliegt man der Gefahr, die Leerkosten, also die Kosten der ungenutzten Kapazitäten zu unterschätzen. In Zeiten der Unterauslastung wird in der Regel auch langsamer gearbeitet, so dass die Unterauslastung möglicherweise nicht so transparent wird, wie sie sich tatsächlich darstellt.

Durch ein systematisches und konsequentes Controlling lässt sich das vermeiden. In einem Maschinenbauunternehmen in Mettmann habe ich eine Kosten- und Erlösrechnung aus diesem Grunde eingeführt und konnte so die Ertragslage deutlich verbessern.

  • Gezielt investieren: Wachstum fördern

Sinken Umsatz und Ertrag, so verschlechtern sich die Amortisationszeiten und Kapitalwerte der Investitionen, so dass sie häufig nicht mehr die festgelegten Investitionskriterien erreichen.

Daher empfehle ich zunächst mehr auf die qualitativen Kriterien zu schauen. Diese lassen sich mit Hilfe der Nutzwertanalyse herausfinden. Bei dem Maschinenbauunternehmen in Mettmann zeigte sich, dass das CAD Programm nicht mehr zeitgemäß war und erneuert werden musste. Die Unterauslastung der Mitarbeiter wurde gezielt genutzt. Für die Anforderungsanalyse und die Auswahl des Systems konnten sich die Mitarbeiter ausreichend Zeit nehmen, so dass ein modernes und auf das Unternehmen zugeschnittenes System angeschafft wurde. Das Unternehmen ging so gestärkt aus der Krise hervor und konnte seine Wettbewerbsposition deutlich verbessern. Der im Wettbewerb entscheidende Konstruktionsprozess konnte erheblich verschlankt werden. Finanziert wurde die Anlage über Leasing, so dass sie sich im Laufe der folgenden Jahre in der Anwendung über die ersparten Kosten abbezahlte.

Gezielt zu investieren lohnt sich also auch in der Krise. Die Gesamtsicht können Sie durch Aufstellung eines Investitionsplanes schaffen und so die Investitionen umsetzen, die den größten Effekt auf die Stärkung ihrer Wettbewerbsposition haben. Sprechen Sie mich an!

Lit: Wolfgang Rasspe-Dahmann in „Investitionsmanagement, Praxishandbuch für Unternehmer und Führungskräfte, Stuttgart 2011, S. 216 ff