Teil 1: Investition in Immobilien und persönliche Ziele?

Investitionen in Immobilien üben in dieser Zeit eine magische Anziehungskraft auf potenzielle Investoren und Nutzer aus. Für Viele ist dies eine einmalige und bedeutende Investition.

Folgende Fragen drängen sich vor dem Kauf einer Immobilie auf:

  • Ist die Immobilie auch wirklich der ultimative Traum und passt sie zu den persönlichen Zielen?
  • Was kostet die Immobilie? In welchem Zustand ist sie?
  • Welche finanzielle Belastung kann geleistet werden?
  • Wie passt die Immobilie in die gesamte Vermögensstruktur?

Angesichts der angespannten Lage in einigen Städten auf dem Immobilienmarkt sind oft schnelle Entscheidungen erforderlich, damit man zum Zuge kommt. Es besteht die Gefahr, dass Entscheidungen die sehr langfristig wirken, aus dem Bauch heraus getroffen werden.

Kann eine systematische Vorgehensweise helfen, keine übereilten Entscheidungen zu treffen? Und wenn ja wie? In diesem und in den folgenden drei Blogbeiträgen werde ich Ihnen einige Gedankenansätze dazu liefern. In diesem zu der ersten Frage:

  • Ist die Immobilie auch wirklich der ultimative Traum und passt sie zu den persönlichen Zielen?

Auch wenn Investitionen in Immobilien allgemein eine hohe Wertschätzung haben, muss sie nicht zu Ihren persönlichen Zielen passen. Wer seine Ziele kennt, hat eine klare selbstbestimmte Messlatte, anhand er die Investition in eine Immobilie beurteilen kann. Der Nutzen einer Immobilie ist vielfältig und oft sehr individuell geprägt. Die ersparte zukünftige Miete ist da ein Argument, der Wohnwert, die Anbindung an den öffentlichen Nachverkehr sind andere.

All diese Argumente wollen sorgfältig berücksichtigt werden. Mit Hilfe der Nutzwertanalyse können Immobilien auf die Erfüllung der qualitativen Ziele bewertet werden. Ebenso kann die Alternative zur Miete zu wohnen oder keine Immobilie zu kaufen mit dieser Methode beurteilt werden.

Wer die Nutzwertanalyse näher kennen lernen möchte, kann dies in meinem Lexikonbeitrag: Nutzwertanalyse und Zielsystem nachlesen.

In dem folgenden Blogbeitrag, der am Freitag, den 14.02.2020 erscheint, beantworte ich die nächste Frage: Was kostet die Immobilie? Welche Auswirkung hat der Zustand der Immobilie auf Kosten und Liquidität?

  • Was kostet die Immobilie? In welchem Zustand ist sie?

Der Kauf einer Immobilie erfordert neben der Bezahlung des eigentlichen Kaufpreises noch zahlreiche Nebenkosten (evtl. Maklercourtage, Notarkosten, Gebühren für das Grundbuchamt, evtl. Gutachter u.a.). Können die eigenen Vorstellungen nur durch einen Umbau realisiert werden, so empfiehlt es sich vorher konkrete Angebote am besten begleitet durch einen Gutachter oder Architekten einzuholen.

  • Welche finanzielle Belastung kann geleistet werden?

Im ersten Schritt ist zunächst einmal festzustellen welche Kosten für die Investition an sich entstehen. Kaufpreis, Nebenerwerbskosten, Umbaukosten und andere Kosten sollten sehr detailliert aufgelistet und in einem vollständigen Finanzplan erfasst werden. Handelt es sich um ein vermietetes Objekt, so empfiehlt es sich zusätzlich die entsprechende Rentabilitätsberechnung durchzuführen.

Die Liquiditätsbelastung durch einen evtl. aufzunehmenden Darlehens (Disagio, Kosten zur Eintragung der Grundschuld; Zinsen und Tilgung)