Mit folgender Strategie bleiben Sie auf der Überholspur

Wer dem Kunden einen höheren Nutzen bietet als der Wettbewerb und zudem noch signifikante Wettbewerbsvorteile aufweisen kann, braucht sich um die Zukunft in der Regel keine Sorgen zu machen.

Doch Wettbewerbsvorteile sind flüchtig. Die rasante technische Entwicklung, zum Beispiel in der Digitalisierung, bietet Unternehmern Chancen, ihre Geschäftsmodelle so zu verbessern, dass der Kundennutzen deutlich erhöht wird. Ist der Wettbewerber schneller, so kann man unter Umständen seinen Wettbewerbsvorteil einbüßen und damit langfristig Kunden und Umsatz verlieren.

Der erste Schritt ist sich Klarheit über die eigene Unternehmensposition im Branchen- und Wettbewerbsumfeld zu machen. Wenn Sie z. B. die SWOT Analyse konsequent und richtig einsetzen, können Sie so sich zum Beispiel Klarheit darüber verschaffen, auf welchem Feld der Digitalisierung Sie investieren wollen.

SWOT[1] ist eine Abkürzung für Strengths, Weakness, Opertunities and Threats. Unternehmensinterne (Stärken und Schwächen) und unternehmensexterne Faktoren (Chancen und Risiken) werden analysiert und konsequent aufgelistet.

Ich habe das Instrument oft erfolgreich für die Investitionsplanung eingesetzt.

Als erstes werden die Stärken und Schwächen des Unternehmens beleuchtet. Wenn ich in Projekten die MitarbeiterInnen dann nach den Stärken frage, bekomme ich als erste Antwort: „Wir machen Qualität.“ Oder „Unsere Qualität ist besser als die des Wettbewerbs“. Diese Aussagen finde ich immer schwierig nachzuvollziehen, denn 1. weiß ich dann nicht an welchen Kriterien die Beurteilung fest gemacht und 2. wie diese Aussagen konkret gemessen worden sind? Ein Teil der Qualität wird sicher durch die detaillierten Aufzeichnungen der Qualitätssicherungssysteme messbar. Aber Qualität drückt sich nicht nur darin aus, die Produkte und Dienstleistungen richtig zu fertigen, sondern auch die Qualität anzubieten, die vom Kunden auch nachgefragt wird. Die Kunst ist hier, sich emphatisch in den Kunden hineinzuversetzen und mögliche Nutzenpotenziale aufzuspüren. Innovative Unternehmen schaffen es, dem Kunden immer wieder neue Leistungen anzubieten. Innovativ zu sein, ist eine Frage der Unternehmenskultur.

Mit vielen Unternehmen habe ich so die Kernkompetenzen herausgearbeitet, Alleinstellungsmerkmale transparent gemacht und wesentliche Merkmale zur Verbesserung des Marketings geschaffen.

Die Schwächen kennen oft viele UnternehmerInnen und deren MitarbeiterInnen. Meine Erfahrung zeigt, dass es oft schwerfällt, diese zu ändern. Die Gründe hierfür sind nach meiner Erfahrung vielfältig. Durch meine spezielle Fragemethodik und Vorgehensweise werden die Widerstände transparent und somit die Schwächen änderbar.

Im nächsten Schritt werden die unternehmensexternen Faktoren, die Chancen und Risiken analysiert. Welche Markt- und Umweltrisiken bedrohen das Unternehmen? Wie können die Stärken des Unternehmens zur Wahrnehmung der aktuellen Chancen genutzt werden? Welche Risiken bedrohen das Unternehmen und wie können diese vermieden werden?

Im letzten Schritt werden aus den Ergebnissen konkrete Strategien und Maßnahmen abgeleitet. Anschließend wird ein detaillierter Projektplan aufgestellt. Somit bekommt man ein wertvolles Planungsinstrument auch für die künftige Finanzplanung, welches die Basis für ein systematisches Controlling werden kann.

Somit wird eine Basis geschaffen, dass Unternehmensergebnis und die Nachhaltigkeit deutlich zu verbessern.

[1] vgl. Wolfgang Rasspe-Dahmann in Investitionsmanagement, Praxishandbuch für Unternehmer und Führungskräfte, Stuttgart 2011, S. 16 ff