So wird die Investition in Software zu Ihrem Erfolgsgeheimnis

Die Software ist in vielen Unternehmungen ein wesentlicher Produktionsfaktor, beträgt deren Anteil an der Wertschöpfung eines Produktes oder Dienstleistung doch z.B. bei BMW bis zu 35 % und das mit in Zukunft steigender Tendenz. Deshalb widmen viele Firmenchefs dem Kauf der Software eine hohe Aufmerksamkeit, um diesen wichtigen Faktor zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen.

Mit folgenden Tipps können Sie die Investition in ein Softwareprodukt sicher bewerten:

  1. Die langfristigen Investitionsziele des Unternehmens sollten vor dem Start des Auswahlprozesses definiert sein, denn sie dienen als Fundament und Leitlinie bei der Investition.
  2. Der erste Schritt ist, das Anforderungsprofil in einer Checkliste festzuhalten. Das Investitionsbudget sollte auch Teil dessen sein, ebenso wie die Folgekosten. Hier empfiehlt sich eine genaue Betrachtung der Kostenrechnung mit allen Kostenarten. Die Erstellung der Checkliste geschieht am besten unter der Beteiligung der Fachabteilungen nach einem vorher abgestimmten Projektplan. Die definierten Kriterien können Sie auch priorisieren und mit Nutzwerten versehen. (vgl. zum Checklistenverfahren und der Nutzwertanalyse auch Wolfgang Rasspe-Dahmann in „Investitionsmanagement, Praxishandbuch für Unternehmer und Führungskräfte“ Stuttgart 2011, S. 27ff).
  3. Aus dem Anforderungsprofil kann ein Lasten- und Pflichtenheft ableitet werden.
  4. Anschließend ist zu prüfen, welchen Erfüllungsgrad die einzelnen Softwareprodukte in Bezug auf die festgelegten Kriterien des Lastenheftes bieten. Beziehen Sie auch die Leistung externer Dienstleister in die Analyse mit ein. Dies kann besonders dann interessant sein, wenn Sie Ihre finanziellen Mittel schonen wollen.
  5. Lassen Sie sich Referenzkunden benennen und bestehen Sie darauf, mit Anwendern persönlich über deren Erfahrungen mit der Software zu sprechen.
  6. Stellen Sie alle Kosten einschl. der Neben- und Folgekosten zusammen, die mit der Investition zusammenhängen und bewerten Sie die Lebenszykluskosten der Investition.
  7. Wenn Sie sich für ein Softwareprodukt entschieden haben, erstellen Sie einen detaillierten Projektplan mit allen Einführungs-, Installations-, und Schulungsmaßnahmen.

Zugegeben, das ist ein intensiver Prozess, aber nach unserer Erfahrung lohnt sich die Zeit und Mühe. Die Chance, dass das Softwareprodukt so zu Ihrem Unternehmenskonzept inhaltlich, kostenmäßig und finanziell passt, ist um ein Vielfaches höher, als wenn Sie die Entscheidung nicht so systematisch treffen.

(Verwendete Quellen: http://www.bwi.uni-stuttgart.de/uploads/media/A2_Besonderheiten_und_Bedeutung_von_Software.pdf, abgerufen am 03.11.2014 um 12.13h, Wolfgang Rasspe-Dahmann in „Investitionsmanagement, Praxishandbuch für Unternehmer und Führungskräfte“ Stuttgart 2011)