Bewertung von Investitionen mit der Nutzwertanalyse

Bewertung von Investitionen mit der Nutzwertanalyse

Investitionen in Maschinenbau und Metallverarbeitung werden technisch immer komplexer; das liegt auch an der Vernetzung von Maschinen mit Peripherie und Werkzeugen. Andererseits ermöglicht Investition auch Rationalisierung und die Profilierung gegenüber dem Wettbewerb.

Nach meiner Erfahrung hat sich die Nutzwertanalyse bewährt, um vor der detaillierten Wirtschaftlichkeitsanalyse geeignete Alternativen zu finden – gerade bei hohen Investitionssummen. Sie funktioniert folgendermaßen:

Im ersten Schritt legen Sie das Investitionsziel fest, zum Beispiel: kürzere Entwicklungszeit, höherer Automatisierungsgrad oder mehr Kundennähe im Vertrieb.

Anhand dieses Zieles formulieren Sie geeignete Beurteilungskriterien, etwa Änderungsdienst, Schnittstellen und Mehrfacheingaben von Daten, Automatisches Rüsten, Be- und Entladen von Teilen aus der Maschine oder gute Beratung vor Ort. Ein wesentlicher Vorteil: Diese Kriterien können unterschiedliche Dimensionen berücksichtigen – technisch, wirtschaftlich, sozial – und individuell gewichtet werden.

Die Auswahl verfeinern Sie konsequent in mehreren Schritten; um eine einseitige subjektive Einschätzung zu vermeiden, bewerten ein interdisziplinäres Team oder Experten die Kriterien mit Punkten. Schließlich ergibt sich der Nutzwert aus der Summe – und Sie können entscheiden, welche Investitionsalternative für Ihr Unternehmen die beste ist.