Energieversorgung in Unternehmen

Ob härten, kühlen, heizen, pumpen … Energie ist notwendig – und ein wesentlicher Erfolgsfaktor für viele Unternehmen. Ein Unternehmer sagte mir kürzlich, er sei froh, einen neuen Gasofen zum Härten gekauft zu haben; so reduziere er nicht nur den Energieverbrauch um fast 35 Prozent, sondern werde auch unabhängiger vom Strombezug. Die strategischen Herausforderungen auf dem Energiesektor lassen sich gezielt angehen, und zwar in vier Schritten:

1.) Erfassen Sie den gesamten Energieverbrauch Ihres Unternehmens nach Energiearten, Kostenstellen und ggf. auch nach einzelnen Verbrauchern. Dokumentieren Sie die Verbräuche in einem ersten Schritt, so werden die großen Energieverbraucher transparent. Vielfach wird der Energieverbrauch in Unternehmen unter Gemeinkosten verbucht, weshalb einzelne „Energiefresser“ unsichtbar bleiben.

2.) Für die größten Energieverbraucher stellen Sie fest, wie sich die Preise bei der entsprechenden Energieart, zum Beispiel Strom, voraussichtlich in den nächsten Jahren entwickeln werden. Fragen Sie sich nun: Welche Alternativen gibt es im Hinblick auf die Energieart? Kommt eine andere Anlage in Betracht? Wie hoch sind die Lebenszykluskosten und die Amortisationszeiten der bestehenden und der alternativen Aggregate? Was sind die qualitativen Vorteile jeder einzelnen Lösung?

3.) Blockheizkraftwerke und Photovoltaik bieten heute innovative Lösungen, um die Energie effizient zu verwerten.

4.) Zur Umsetzung energiesparender Konzepte gibt es attraktive Fördermöglichkeiten seitens der KfW Bankengruppe sowie landeseigene Förderprogramme (z. B. Verkürzung der Amortisationszeiten dank günstiger Zinssätze). Sogenannte Contracting Modelle wiederum machen es möglich, eine effiziente Lösung zu nutzen und wirtschaftliche Vorteile zu erzielen, ohne gleich einen hohen Betrag zu investieren und finanzieren zu müssen.